Testpsychologische Diagnostik

Testpsychologische Untersuchungen sind neben einer umfangreichen Informations­erhebung ein wichtiger Bestandteil der Sprechstunde. Auch wenn der Verdacht einer Lese- und/oder Rechtschreib­störung, einer Matheschwäche, einer allgemeinen Lern­beeinträchtigung oder einer Konzentrations­störung vorliegt, ist eine zeitnahe Abklärung mit Hilfe der entsprechenden psycho­metrischen Testverfahren wichtig.

Zudem führen wir test­psychologische Untersuchungen im Vorfeld der Inanspruchnahme einer ergo­therapeutischen Maßnahme durch und übermitteln dem zuständigen Kinderarzt / der zuständigen Kinderärztin einen entsprechenden Befundbericht.

Bitte beachten Sie: Die Erstellung von schriftlichen Stellungnahmen zum Beispiel für die Schule ist kostenpflichtig. Die Berechnungsgrundlage dafür bildet die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (Informationen zur GOP).

THERA-Sport

Die positive Wirkung von Sport sowie Bewegung im Zusammenhang mit der Behandlung psychischer Störungen konnte bereits in zahlreichen Interventions­studien nachgewiesen werden. Es geht aus den aktuellen Forschungs­ergebnissen hervor, dass sportliche Aktivitäten während einer psycho­therapeutischen Behandlung mit einer Vielzahl von positiven Reaktionen einhergehen. Diese beziehen sich unter anderem auf das spontane Initiieren von Handlungen und auf die Förderung der kognitiven Flexibilität, Verbesserung der Körperwahrnehmung sowie Modifikation des Umgangs mit Belastungen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, diese Effekte zu nutzen. Wir bieten unseren jugendlichen Patientinnen und Patienten während der Inanspruchnahme ihrer Psycho­therapie einmal wöchentlich ein vielfältiges Sportangebot, welches ein abwechslungs­reiches Programm mit Spaß sowie Erlebnis beinhaltet (Informationen zum Sportangebot).

Pferdegestützte Therapie

Dieses additive thera­peutische Angebot richtet sich an Kinder, Jugend­liche und deren Familien (Informationen zur Pferde­gestützten Therapie). Die Einbeziehung eines Pferdes bietet sich im Rahmen der psycho­therapeutischen Arbeit an, um als nicht­menschliches Lebewesen Prozesse anzustoßen und bedeutsame Impulse zu setzten.

Ziele in der Einzel­therapie mit Kindern und Jugend­lichen: Je nach Störungs­bild und Symp­tomatik können das Erlernen von Entspannung und Acht­samkeit, die Verbesserung der Stimmung und der Beziehungs­fähigkeit, ein Erwerb von Durchsetzungs­fähigkeit sowie eine Aktivierung und der Ausbau von individuellen Ressourcen fokussiert werden.

Ziele in der Arbeit mit den Bezugs­personen: Bezugs­personen können mit Hilfe des Mediums Pferd darin gestärkt werden, ihrem Kind gegenüber sowohl klar und bestimmt als auch für­sorglich sowie wert­schätzend aufzutreten und dies auf ihr Erziehungs­verhalten zu übertragen. Damit vermitteln sie ihrem Kind eine auf Kongruenz basierende Sicherheit. Ferner werden über den gemein­samen Kontakt beim Umgang mit dem Pferd die Beziehung zwischen Bezugs­person und Kind gestärkt.

Bitte beachten Sie: Die Kosten sind in der Regel vom Patienten bzw. dessen Bezugs­personen selbst zu tragen. Es existiert jedoch auch die Möglichkeit, eine Kosten­erstattung bei der (privaten) Kranken­versicherung anzufragen. Je nach Ziel­setzung der Maßnahme kann ein Antrag auf Über­nahme der Kosten nach §35a oder §27 (3) im Rahmen des Kindes- und Jugendhilfe­gesetztes (KJHG) erfolgen.

Pferdegestütztes Einzel- und Teamcoaching mit Erwachsenen: Nicht immer liegt eine behandlungsbedürftige psychische Störung vor, so dass ein Coaching für Einzelpersonen zur Bewältigung privater Lebensthemen ausreichend erscheint. Dabei steht ein klärungs- und lösungsorientiertes Vorgehen bei den entsprechenden Interessenten im Vordergrund, um sie mit ihrem Anliegen bestmöglich zu unterstützen.

Bei einer behandlungs­bedürftigen psychischen Störung kann die Pferde­gestützte Psychotherapie als additives Angebot ergänzend zu einer laufenden Psychotherapie stattfinden.

Das Pferd als Herdentier bietet sich außerdem im Rahmen von Teamcoachings an, um Kooperation, Kommunikation und Zusammenhalt innerhalb des Kollegiums reflektierbar zu machen sowie, fußend auf dem Erlebtem, bei Bedarf zu optimieren und zu verbessern (Informationen zum Pferdegestützen Einzel- und Teamcoaching).

Heilpraktische Tätigkeit

Die Inanspruchnahme einiger spezifischer Leistungen nach dem Heilpraktikergesetz ist in der Praxis möglich (Informationen zum HPG). Darunter fallen die Mitbehandlung von traumatisierten Bezugspersonen im Anschluss an ein Monotrauma wie beispielsweise das Erleben eines Verkehrsunfalls, tätlichen Angriffes, Einbruchs oder ähnlicher Stressoren. Auch die Versorgung junger Erwachsener bis zum dreißigsten Lebensjahr kann im Sinne einer stabilisierenden, niederfrequent begleitenden psychologischen Beratung stattfinden. Dieses Angebot gilt für die Interessenten allerdings nur, wenn zuvor in der Praxis bereits eine psychotherapeutische Maßnahme durchgeführt worden ist.

Bitte beachten Sie: Die heilpraktische Tätigkeit basiert auf einem Behandlungsvertrag zwischen der Leistungserbringerin und dem jeweiligen Leistungsempfänger. Seit Anfang 2005 bieten fast alle gesetzlichen Krankenkassen entsprechende Zusatzversicherungen an. Verfügen Sie nicht über eine solche, sind die Kosten für die Behandlung selbst zu tragen.
Bei privat versicherten Personen beziehungsweise beihilfefähigen Beamten werden die Kosten übernommen, sofern der abgeschlossene Tarif eine Vergütung von Behandlungen bei einem Heilpraktiker vorsieht.
Die Rechnungslegung basiert auf den Vergütungssätzen der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (Informationen zur GOP) beziehungsweise dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab der gesetzlichen Krankenkassen (Informationen zum EBM).